Über mich…

Mein Name ist Regina Hauenstein ich bin 51 Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei erwachsenen Söhne. Mit meinem Mann und unseren drei Hunden wohne ich im schönen Siebengebirge. Mein Angebot umfasst das Hundetraining sowie die Ausbildung von Therapie- und Assistenzhunden.

Meinen ersten Hund, Lucy, ein Australian Shepherd zog vor 14 Jahren bei mir ein. Ein knappes Jahr später kam der zweite Aussie, Paula, dazu.
Unterschiedlicher hätten zwei Hunde nicht sein können. Lucy war etwa ein halbes Jahr alt, als ich sie von der Züchterin bekam. Sie kam an und war irgendwie schon fertig. Sie war halt Lucy. Das war so, wie ich es aus meiner Kindheit kannte, Hunde waren einfach da und gehörten zur Familie. Niemand machte sich Gedanken über Erziehung, Beschäftigung, Auslastung, Beschwichtigung oder ähnliches.

Und dann kam ein Jahr später Paula. Die Züchterin gab sie mir mit den Worten „Nimm du sie, jeder andere bringt sie mir zurück.“ Was soll das schon heißen, ich hab ja schließlich Aussie Erfahrung. Paula belehrte mich sehr schnell eines Besseren. Sie war als Welpe einfach ein Monsterchen. Anders kann ich es nicht beschreiben. Sie hatte 100.000 PS unter der Motorhaube und brachte die täglich gefühlt 24h auf die Bahn. Sie hat in alles gebissen, was sich ihr bot, hat Schuhe zerstört, den Gips von den Wänden gekaut, gebellt wie eine Wahnsinnige, wenn sie irgendetwas wollte und es nicht bekam. An der Leine hat sie sich gebärdet wie Gollum im Herrn der Ringe „… mach es ab, es breeeeeeennnt“.

Rückblickend weiß ich, dass es zu Teilen ganz normales Welpenverhalten war, z.T. aber auch der Rasse geschuldet. Ein Aussie mit 50% Blut aus Arbeitslinien kann es wirklich in sich haben. Dazu kam, dass ich ehrlich gesagt keine Ahnung hatte was ich mir da ins Haus hole und wie ich das in ruhiges Fahrwasser bringen kann.

Tatsächlich stand auch mal kurz im Raum, sie zurück zu bringen, weil ich mich heillos überfordert gefühlt habe.

Dann habe ich meiner Überforderung den Kampf angesagt und habe mir Hilfe in Form von Literatur gesucht. Meine Nachbarin drückte mir ein Buch übers Klickertraining in die Hand, was ich aber, ehrlicherweise, damals nicht ganz verstand. So wuchs meine Bibliothek recht schnell und ich konnte eine stattliche Range an Meinungen, Theorien, Rudelwissen und was es da alles so gibt, mein eigen nennen. Mein Problem war lediglich, dass es für mich zu viele Ungereimtheiten, zu viele Dogmen, zu viele Ideologien gab. Da konnte ich mich nicht sehen. Irgendwann stolperte ich über das Buch von Patricia McConnel „Das andere Ende der Leine“, das war es, da konnte ich mitgehen. Patricias Sicht auf den Hund und den Menschen, ihre Beziehung und ihre Möglichkeiten der Kommunikation, das begeisterte mich.
So konnte ich Freundschaft schließen mit meinem kleinen Monsterchen und wir haben unseren Weg gefunden.
2009 schloss ich meine Ausbildung als Tierheilpraktikerin (VDT) ab, wo ich zwei meiner Interessensgebiete, alternative Medizin und Tiere, zusammen bringen konnte. Schon während der Ausbildung wurde mir immer bewusster, dass auch Tiere, speziell Hunde an Krankheiten leiden, die psychosomatisch sind. In den Jahren des zusammen Lernens mit meinen Hunden, hatte ich mir ein Bild machen können, zum Teil durch Literatur und Internet, z.T. auch aus eigener Erfahrung, dass das Training und die Ausbildung von Hunden noch weit davon entfernt war die Bedürfnisse des Hundes in den Mittelpunkt der Ausbildung zu stellen.
Das wollte ich ändern. Und als ich das Angebot bekam mich an einer Hundeschule zu beteiligen, hatte ich die Möglichkeit, meine eigenen Vorstellung von Hundetraining in die Tat umzusetzen.
Seit zehn Jahren begleite ich jetzt Menschen und Ihre Hunde und wenn ich eins mit Sicherheit sagen kann, dann ist es das, dass es nicht reicht, Hunde zu mögen. Ich muss die Menschen genau so mögen um aus jedem Team individuell das Beste raus zu holen.

2012 sah ich diesen Gedanken bei einem  Workingtest zum ersten Mal in einer ganz speziellen Form. Der Verein VITA e.V. Assistenzhunde veranstaltet einmal im Jahr in Wiesbaden auf der Platte einen sogenannten Charity Workingtest. Dort treffen sich behinderte und nicht behinderte Menschen mit ihren Hunden zu einem Wettkampf in der Dummy Arbeit. Es war für mich wie eine Initialzündung: Das möchte ich machen. Hunde für Menschen mit Behinderung ausbilden.

Es hat noch sechs Jahre und viele Höhen und Tiefen gebraucht, bis ich diesen Traum in die Tat umsetzen konnte.
Nach einer persönlichen Neuorientierung beschloss ich eine Ausbildung als Assistenzhundetrainerin zu beginnen. Im August 2018, startete ich bei der ATN einen Fernlehrgang. Nach sehr vielen Recherchen auf dem Markt, scheint mir das eines der wenigen seriösen Angebote zu sein. Parallel dazu konnte ich ab Januar 2019 bei VITA e.V. Assistenzhunde eine Stelle als Instruktorin und später als Assistentin der 1. Vorsitzenden bekommen.
In dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit an nationalen und internationalen Gremien und Fachtagungen teilzunehmen. Dazu gehörten u.a. ein Expertengremium die vom BAMS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)einberufen wurde, um die Machbarkeit und Notwendigkeit eines Assistenzhundegesetzes zu prüfen und ein solches auf den Weg zu bringen.

Die Lerninhalte meiner Ausbildung, die Erfahrungen, Erkenntnisse und Begegnungen mit Teams und Trainern im letzten Jahr haben in mir den Wunsch wachsen lassen wieder zu meiner Idee des Trainings von Menschen und Hunden zurück zu kehren.

Ab Januar 2020 werde ich mit meiner Idee von Come into my Life Menschen, die den Wunsch haben für sich oder ein Familienmitglied einen Assistenzhund auszubilden oder sich mit ihrem Hund in der tiergestützten Arbeit einbringen möchten, dabei unterstützen, damit sie zu einem Team zusammenwachsen. Was mir besonders wichtig ist, dass dieses Team gleichberechtigt ist, auf Augenhöhe und die Bedürfnisse beider gesehen und erfüllt werden.

Und wenn ihr jetzt denkt, sie hat doch gesagt, sie hat DREI Hunde.

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