Rückruf und Medical Training

Heute Mittag wollen wir das schöne Wetter nutzen um wieder einen kleinen Film zu drehen. Heute zum Thema Rückruf Signal. Die drei ersten Signale, die ich Ally beibringen möchte sind „Hier“, „Schau“ und „Leave it“. Also widmen wir uns in dem Video dem Rückruf und wie ich dem Welpen das Signal beibringe.

Im Alltag versuche ich mit möglichst wenigen Worten auszukommen um Ally nicht zu verwirren. Come into my Life … Als Canide ist Ally ein Meister darin meine Körpersprache zu lesen und zu interpretieren, als Mensch habe ich „Affen-Gene“ und bin daher geschwätzig. Da versuche ich Ally das Leben ein bisschen leichter zu machen und nicht so viel zu quatschen und eher drauf zu achten, was ihr meine Körpersprache signalisiert. Es sei denn, ich schmuse grade mit ihr, dann muss sie sich meine Gefühlsduseleien einfach gefallen lassen.

Konkret sind das erst mal Basics … möchte ich, dass sie zu mir kommt oder hinter mir her kommt, dann hocke ich mich mit dem Rücken zu ihr hin und mache kleine Geräusche, das erhöht die Chance, dass sie kommt um nachzuschauen, was ich da gefunden habe. Wichtig hier: Auch wenn es regnet, draußen, mitten in der Nacht ist und das Pipi erledigt ist, nicht nach dem Welpen „schnappen“ um ihn möglichst schnell einzufangen. Das hätte mit großer Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass der Welpe versucht beim nächsten mal schneller zu sein und zu entwischen. Ich lobe Ally, wenn sie kommt um zu schauen, was ich interessantes gefunden habe, ab und an finde ich ja auch ein Leckerchen, dann streichle ich sie kurz, bis ich merke, dass sie keine Tendenz hat zu entwischen, dann hebe ich sie vorsichtig hoch und trage sie rein. Wenn sie darauf nicht reagiert, sage ich z.B. tschöö und gehe von ihr weg, vielleicht mal um die Ecke des Gartenhauses außer Sicht. Wenn sie mich da findet, dann lobe ich sie ruhig -in der Nacht, am Tag kann das auch schon mal sehr freudig sein- auch hier hilft ein Leckerchen beim Anlocken. Erst fressen lassen, dann vorsichtig hochnehmen und rein tragen.
Im Wald gehe ich einfach voran, von ihr weg also, und vertraue zur Zeit noch darauf, dass ihr Folgetrieb ihr rät mir zu folgen. Die kleinen Freilaufsequenzen nutze ich um das Rückrufsignal „hiiiier“ zu etablieren.

Ansonsten üben wir so Dinge wie Festhalten, ja auch wenn man das mal nicht will. Wenn ich sie raus trage und sie fängt an zu zappeln, dann halte ich sie so lange fest, bis sie still hält, dann lasse ich sie auf den Boden, halte sie da aber auch noch mal so lange fest, bis sie still steht. Dann sage ich „okay“ und lasse sie laufen.

Wir fahren täglich mit dem Auto, längere und kurze Strecken. Wenn ich die Box öffne, gibt es in der Box noch mal ein, zwei Leckerchen, weil ich die Ruhe möchte. Box auf heißt nicht automatisch raus. Raus geht es erst, wenn Ruhe ist und ich ein „okay“ gebe. Noch hebe ich sie dann raus, später kann sie dann selber aussteigen.

Medical Training: Ich stelle sie zwischendurch mal auf ein Handtuch auf den Küchentisch und halte ganz kurz ihre Schnauze zu mit der Hand über dem Fang. So kurz nur, dass sie sich wenn möglich gar nicht dagegen sträubt. Die Dauer verlängere ich mit der Zeit. Dann schaue ich mir kurz mal die Zähne an, schaue in die Öhrchen, hebe mal jede Pfote an. Drücke zwischen den Ballen. Dann gibt es einen Keks und mit „okay“ hebe ich sie wider runter. Wichtig ist, dass das kurz und völlig selbstverständlich und unaufgeregt passiert.

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