Erster Waldspaziergang

Allys Tag gliedert sich im Moment so: Nach dem Schlafen lösen im Garten, Futter, ein bisschen spielen, Frauchen bei der Hausarbeit beobachten, Dinge rumtragen, an Dingen kauen. Wenn es unerlaubte Dinge sind, nehme ich sie unaufgeregt weg und gebe ihr eins ihrer Spielsachen im Tausch dafür. Wenn sie müde wird, legt sie sich irgendwo hin und schläft einfach ein. Da das auch u.U. mitten im Durchgang sein kann, „räume“ ich sie dann gerne in die Box, was sie sich mal mehr mal weniger gerne gefallen lässt. So what, da müssen wir durch. Dieser Wechsel von Fressen, Spielen/ Erfahrungen sammeln/ Ausflüge/ kleine Trainings, schlafen wiederholt sich quasi drei mal am Tag.

Heute nehme ich sie zum ersten Mal mit auf unseren Spaziergang. Mit meinen alten Damen bin ich ca. 1 h unterwegs, das ist natürlich noch viel zu lange für Ally, deshalb nehme ich sie im Rucksack mit. Das klappt ganz gut und sie scheint den Ausflug zu genießen. Auf einem Waldweg, fern ab von Straßen, Koppeln und anderen Ablenkungen hole ich sie aus dem Rucksack und setze sie vorsichtig auf dem Waldboden ab. Sie ist überhaupt nicht verunsichert, sondern schnuppert interessiert. Ich nutze die Situation und setze meinen Weg mit den beiden erwachsenen Hunden fort. Wie ich es mir gedacht und erhofft habe, folgt Ally uns und ist bemüht den Anschluss an ihr Rudel zu halten. Als sie auf unserer Höhe ist lobe ich sie und freue mich, dass sie wieder bei uns ist. Sie bleibt fein bei der Truppe und so lasse ich sie etwa 10 min. mit uns laufen. Dann merke ich, dass sie anfängt an meinen Füßen zu „kleben“, ich nehme sie hoch und packe sie wieder in den Rucksack. Genug für den ersten Ausflug.

Am Nachmittag haben wir eine Einladung zu Freunden, Ally begleitet uns natürlich. Wir möchten von Anfang an, dass sie überall dabei ist und sich überall entspannt fühlt, wo wir sind. Im Prinzip verschläft sie den Nachmittag auf meinem Arm. Der Hund des Hauses, ist nicht wirklich begeistert von dem kleinen Ding, akzeptiert aber, dass sie sich mit ihm im Garten bewegt. Ally ist höflich zurückhaltend und hat im eigenen Rudel gelernt, dass man erwachsenen Hunden tunlichst nicht auf die Nerven geht. Prima, so kann man jeder Menge Ärger aus dem Weg gehen.

Wieder im Haus rollt sie sich neben meinem Stuhlbein zusammen und schläft weiter.

Also ein sehr entspannter Ausflug, mit null Stress für Ally. Auch die insgesamt zwei Stunden Autofahrt meistert sie souverän.

Abends ist dann nur noch Fressen angesagt, ein bisschen rumdaddeln und Welpensachen machen, danach schläft sie ein, um 23.00 Uhr bringen wir sie in die Box. Heute Abend auch ohne Protest. Einmal weckt sie mich zum Pipi machen, dann schlafen wir weiter bis 7 Uhr.

Ich schlafe noch nachts mit ihr im Wohnzimmer. Wenn ich schon mal mitbekomme, dass sie ein wenig knöttert, dann sage ich nur „alles ist gut, ich bin da“ und sie schläft weiter.

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