7 Monate – Wo stehen wir heute?

Ally ist mittlerweile 7 Monate alt und schon eine richtig kleine Lady. Mein Gott, wie schnell die Zeit vergeht…
Auch wenn ich meine täglichen Berichte umgestellt habe und auch im Bereich Training und Gedanken Artikel verfasse, möchte ich erzählen, wie Allys Tag heute aussieht und wo wir stehen.
Ally ist nach wie vor ein sehr zarter und sensibler Hund (nicht nur vom Körperbau), sie ist sehr verschmust und menschenfreundlich. Sie nähert sich ihr unbekannten Menschen freundlich devot, sobald sie aber ein freundliches Feedback bekommt taut sie auf und wird zu einem Ausbund an Freude ohne aufdringlich zu sein. Außer bei Kindern, da freut sie sich so sehr, dass man ihre Freude doch das ein oder andere Mal ein wenig einbremsen muss.
Hundebegegnungen halten wir nach wie vor so, dass sie erst zu mir ran kommen muss und absitzen. Wenn ich mich mit den Besitzern kurz geschlossen habe und geklärt ist ob das Gegenüber auch Kontakt wünscht, dann sage ich „dann sag mal Hallo“ und sie darf sich nähern.
Die meisten Menschen sagen dann „Och Gott, ist die Kleine ängstlich?“
Nein, ist sie nicht, sie ist zurückhaltend und nähert sich vorsichtig und versucht eher Kontakt über eine Spielaufforderung zu suchen. Sie macht sich klein, nähert sich, läuft wieder zu mir zurück, sucht ein bisschen Rückendeckung und aus der Sicherheit geht sie dann wieder nach vorne, das macht sie ein paar mal, bis das Gegenüber dann, wenn alles gut geht, auf die Spielaufforderung eingeht und mit ihr läuft. Nachlaufen und so richtig fetzen ist überhaupt das Größte sagt Ally 🙂 Ist das Eis erst mal gebrochen, gibt es kein Halten mehr und alle „Ängstlichkeit“ ist verflogen.

Den Vormittag verbringen wir mit Frühstück, ein wenig Training und ganz viel Ruhe, weil ich Zeit und Ruhe brauche zum Arbeiten.

Am Mittag machen wir uns auf eine größere Runde. Mit den alten Damen, reißen wir keine Kilometer. Wir verbringen Zeit draußen in der Natur und die Hunde dürfen ihr Ding machen, rumtrödeln, schnüffeln, Hund sein. Wir arbeiten spielerisch am Grundgehorsam und meistens mache ich mir eine Aufgabe zum Thema.

In den letzten Wochen war einfach immer sehr viel los auf unseren Spaziergehwegen. Dann wird es anstrengend drei Hunde, von denen zwei taub sind und unterwegs so vor sich hin trotten, immer zackig zur Seite zu bekommen, wenn einem Fußgänger, Fahrradfahrer oder Reiter entgegenkommen oder überholen. Ein bisschen anstrengend, wenn man eigentlich nur den Kopf frei bekommen möchte, aber auch hervorragende Trainingsmöglichkeit für Abruf, Anschauen, ran kommen, sitzen und warten, Stopp und Sitz auf Entfernung und dableiben.

Erste Schritte beim Aufbau des Sitz auf Entfernung

Zwischenzeitlich haben wir unser „Sitz auf Entfernung“ schon ganz gut etabliert, so dass wir es vor ein paar Tagen auch schon ausprobiert haben, als ein Jogger uns entgegen kam. Ally war ca. 10m vor mir auf dem Weg, als der Läufer um die Kurve kam. Ich gab ihr das Signal und sie setzte sich tatsächlich sofort hin und blieb still sitzen, bis der Mann vorbei war. Natürlich war es Glück, dass unser Gegenüber Ally auch keines Blickes würdigte und zügig vorbei lief. Hätte er sie angeschaut oder angesprochen, wäre ich mir noch nicht sicher gewesen, dass sie nicht doch aufsteht. Aber Glück und Vertrauen gehören eben auch zum Training dazu.

Nach wie vor liegt mein Fokus im Training auf dem Grundgehorsam, Hausstandsregeln und Sozialisation. Aber auch das Nasentraining und das Basistraining für spätere Assistenzaufgaben lassen wir immer mal wieder in kleinen Einheiten einfließen. Dazu mehr in den nächsten Artikeln.

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